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Wie Alles begann

Es begab sich, dass eines schoenen Sommers eine ganze Software-Organisation, die sich der Entwicklung von Software fuer bestimmte Konsumgueter verschrieben hatte, von einer Mutterfirma zur Naechsten verkauft wurde.

Diese Organisation hatte mehrere hundert Entwickler, eine Support-Truppe von unter zwanzig Leuten, hatte ein ausgesprochen erfolgreihes Verhaeltnis zu einem wichtigen Kunden in Fernost sowie ein gutes Verhaeltnis zu weniger wichtigen Kunden auch in Fernost.

Die Entwickler sassen auf drei Kontinenten, benutzten alle die gleiche Tool-Landschaft und Entwicklungs-Prozesse und wurden vonder einzigen deutschen Niederlassung aus gesteuert.

Der Grund fuer den Verkauf war, dass das Geschaeftsfeld nicht in das Portfolio der (amerikanischen) Mutterfirma passte und der Kaeufer sich mit dem Kauf eine Ausweitung der Geschaeftsbeziehung mit dem Hauptkunden erhoffte.

Urspruenglich bestand kein Interesse an der Software, dem Know-How oder gar den Entwicklern. Insbesondere Letzteren schlug in der Anfangszeit offene Feindseeligkeit entgegen.

 

1 Kommentar 25.3.09 13:31, kommentieren

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Neue Kategorie und neue Geschichte

In dieser Kategorie sollen in loser Folge Artikel erscheinen, die bestimmte Konstellationen, Probleme und manchmal auch deren Loesungen aufzeigen.

Natuerlich ist jegliche Aehnlchkeit mit meinen persoenlichen Erlebnissen, existierenden Organisationen rein zufaellig.

 

25.3.09 13:22, kommentieren

Zwei Wege, ein Ziel

Am Wochenende hat mich ein Personalberater angeschrieben.

Zu vergeben sei eine Stelle bei einem Unternehmen im hohen Norden. Heute habe ich auf Nachfrage (und im Austausch gegen meinen Lebenslauf) die Stellenausschreibung bekommen und nach ein bisschen kreativen Googlen stand fest, dass es der selbe Laden ist, wo ich schon seit ueber zwei Monaten eine Bewerbung am Laufen habe. Lediglich die Stelle ist eine Andere, aber mit besseren Aufstiegschancen.

Jetzt ist erst mal zu sehen, worauf das alles hinaus laeuft. Ich habe keine Ahnung, ob der Headhunter noch Interesse daran hat. Ebensowenig, ob das bewusst eingefaedelt wurde, um eben die Eignung fuer "hoehere Aufgaben" zu testen.

Ich bin gespannt, was die Woche diesbezueglich bringt.

16.3.09 21:18, kommentieren

Dünne Personaldecke

Im Normalfall sind wir ja eigentlich personell gut besetzt (bei unserer Mutterfirma würde man natürlich ein Projekt dieser Tragweite nicht unter der fünf-fachen Teamgröße überhaupt erst anfangen).

Wir haben

  • einen Chef, der uns politisch den Rücken frei hält (bis vor eineinhalb Jahren hätte ich das für völligen Blödsinn gehalten, aber jetzt braucht man so jemanden)
  • einen Projektleiter, der alle Fäden in der Hand hält (und seien sie noch so ekelhaft)
  • mich als konzeptionellen Kopf (mein Job ist, alles vom abstrakten Blickwinkel eines Geschäftsbereich-Vize-Präsidenten bis hinunter in die Details der Software, Netzwerk-Infrastruktur und Server-Welt zu verstehen und basierend darauf architektonische Entscheidungen zu treffen)
  • ein Mädchen für alles, den wir an verschiedene Projekte "vermieten" (insbesondere solche, die von "unseren" Kollegen abgewickelt werden und die eine führende Hand in dem Dickicht der (nichtmehrganzso) neuen Mutterfirma brauchen)
  • sechs Entwickler mit unterschiedlichen Ausprägungen
  • zwei Allrounder (einer davon bin ich), die man eigentlich in alles stecken kann ("these two guys are our Swiss Army Knifes. You can assign almost every task to them and they will find some solution."
  • einen Vollzeit Support-Menschen, dieser Mann hat zu einem fast euphorisch positiven image bei unseren Usern geführt

Tja, jetzt sind Ferien, der Supporter ist auf unbestimmte Zeit erkrankt, Chefs und einige der Entwickler sind in Urlaub.

Da merkt man erst mal, was für Ungemach sonst von Einem fern gehalten wird und man kommt zu nichts, aber auch ueberhaupt nichts mehr.

Nächste Woche bin ich dann als Ersatz beim verrufenen Standort.

1 Kommentar 25.2.09 21:23, kommentieren

Absage vom Personalberater

Heute hat der Personalberater von letzter Woche bescheid gegeben, dass der erste Kunde die anvisierte Stelle "zurueck gestuft" hat.

Damit ist es für mich sowohl von der Aufgabe als auch von der Bezahlung her nicht mehr interessant.

Natürlich wäre er kein guter Headhunter, wenn er nicht gleich was Neues hätte. Geografisch nicht so doll gelegen (weil eher schlecht von meinem Wohnort aus zu erreichen), die Stellenausschreibung sieht auch etwas ... naja... aus. Aber bezahlen würden sie angeblich gut.

 

23.2.09 21:44, kommentieren

der verrufene Standort

Mein Ausfall hat natuerlich nicht dazu gefuehrt, dass wir keinen Support auf dem verrufenen Standort bieten konnten. Das waere ja nur ein gefundenes Fressen gewesen und haette zur gnadenlosen Ausschlachtung unter lautstarker Forderung nach weiteren zehn Jahren ohne Veraenderung gefuehrt.

Zum Glueck haben wir ja einen Menschen dort sitzen, der "fuer uns" arbeitet und der wurde bereits am Montag von unserem Standort zu seinem "Heimatstandort" zurueck geschickt, um den Support zu gewaehrleisten.

Ein Kollege und unser gemeinsamer Scheff ist heute eh wegen eines Trainings dorthin gereist (aus irgendwelchen bei normalem Wetter sinn machenden Gruenden mit dem Auto) und ich werde uebermorgen fuer zwei Tage dort vor Ort sein, um ein paar konzeptionelle Pfloecke einschlagen zu koennen. Ich entgehe dem verrufenen Standort also nicht. Es stellt sich lediglich die Frage, ob ich lieber einen Abend in einem langweiligen Industriegebiet in einem langweiligen Hotel verbringe oder zwei Tage habe mit Aufstehen um fuenf Uhr und heimkommen gegen halb neun uhr abends.

Im Moment tendiere ich zu ersterer Alternative, werde mich aber ueberraschen lassen, ob es noch Hotelzimmer usw. gibt.

 

17.2.09 21:33, kommentieren

Angebote

Der Kopfgeldjaeger von gestern hat sich noch einmal gemeldet.

Vordergruendig natuerlich, umsich fuer das schnelle Schicken  meines Lebenslaufes zu bedanken. Allerdings will er mir noch zwei moegliche Arbeitgeber eintueten, in denen ein aehnlicher Mann gesucht wird, wie beim Ersten.

Dieses Angebot ist geografisch schlechter gelegen, aber dafuer reizvoller (es ist in der naehe meines ehemaligen Wirkungskreises, bevor es mich mit der Familie aufs Land gezogen hat).

Dem Personalberater scheint auch mein kategorisches Ausschliessen zweier Staedte in Deutschland auch amuesiert zu haben, immerhin hat er immer wieder betont, in diesen Staedten keine Angebote fuer mich zu haben.

Ab morgen muss ich ja eh wieder arbeiten und die telefoniererei mit diesen Mann hat dann erst mal wieder ein ganz natuerliches Ende.

 

 

17.2.09 21:21, kommentieren