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Dünne Personaldecke

Im Normalfall sind wir ja eigentlich personell gut besetzt (bei unserer Mutterfirma würde man natürlich ein Projekt dieser Tragweite nicht unter der fünf-fachen Teamgröße überhaupt erst anfangen).

Wir haben

  • einen Chef, der uns politisch den Rücken frei hält (bis vor eineinhalb Jahren hätte ich das für völligen Blödsinn gehalten, aber jetzt braucht man so jemanden)
  • einen Projektleiter, der alle Fäden in der Hand hält (und seien sie noch so ekelhaft)
  • mich als konzeptionellen Kopf (mein Job ist, alles vom abstrakten Blickwinkel eines Geschäftsbereich-Vize-Präsidenten bis hinunter in die Details der Software, Netzwerk-Infrastruktur und Server-Welt zu verstehen und basierend darauf architektonische Entscheidungen zu treffen)
  • ein Mädchen für alles, den wir an verschiedene Projekte "vermieten" (insbesondere solche, die von "unseren" Kollegen abgewickelt werden und die eine führende Hand in dem Dickicht der (nichtmehrganzso) neuen Mutterfirma brauchen)
  • sechs Entwickler mit unterschiedlichen Ausprägungen
  • zwei Allrounder (einer davon bin ich), die man eigentlich in alles stecken kann ("these two guys are our Swiss Army Knifes. You can assign almost every task to them and they will find some solution."
  • einen Vollzeit Support-Menschen, dieser Mann hat zu einem fast euphorisch positiven image bei unseren Usern geführt

Tja, jetzt sind Ferien, der Supporter ist auf unbestimmte Zeit erkrankt, Chefs und einige der Entwickler sind in Urlaub.

Da merkt man erst mal, was für Ungemach sonst von Einem fern gehalten wird und man kommt zu nichts, aber auch ueberhaupt nichts mehr.

Nächste Woche bin ich dann als Ersatz beim verrufenen Standort.

25.2.09 21:23

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